|
|
|
|
 |
 |
|
Étienne Marie Antoine Champion de Nansouty
|
|
|
 |
 |
|
Graf Étienne Marie Antoine Champion de Nansouty, französischer General, wurde am 30 Mai 1768 in Bordeaux geboren und starb am 12 Februar 1815 in Paris.
Er wurde am 21. Oktober 1782 in der École militaire (Militärschule) von Paris aufgenommen. Am 30. Mai 1783 wurde er Kadett im Rang eines Leutnants, am 26. März 1785 Leutnant im Regiment von Bourgogne, am 6. April 1788 Kapitän der Reserve der Franche-Compte-Kavalerie und am 24. Mai wechselte er in das 6. Regiment, das Regiment der Hussads-Lauzun. Am 4. April 1792 wurde er zum Oberst-Leutnant des 9. Kavallerie-Regiments ernannt und unternahm die Feldzüge 1792 und 1793, und diente vom Jahr II bis zum Jahr VII bei den Truppen am Rhein. Nansouty machte aufgrund seines Talents, seines Mutes und seiner glücklichen Verfassung bei seinen Vorgesetzten von sich reden. Er wusste sich in jeder Position die man ihm zuwies nützlich zu machen und zeigte sich fähig die, woanders häufig schwindende, Disziplin in seinem Regiment aufrechtzuerhalten. Am 19. Frimaire des zweiten Jahres wurde er zum Brigadführer (chef de brigade) ernannt und bestätigte damit die hohe Meinung die der Armeegeneral (général en chef) Jean Victor Marie Moreau in Bezug auf seine Umsicht und seinen Wert für die Armee im Allgemeinen hatte. Allerdings war er genauso bescheiden wie anständig und lehnte mehrmals den Rang eines Brigadegenerals (général de brigade) ab bis er ihn schließlich am 12. Fructidor des Jahres VII annahm. |
|
 |
Am 15. Ventose des Jahres VIII (1799) diente er in der Reservearmee, kehrte aber schon kurz darauf zur Rheinarmee zurück. Zurück am Rhein erledigte der General Nansouty seine Aufgabe sehr effizient und trug so gewaltig zum Erfolg der Französischen Rheinarmee bei. Ab Seltz bis Mainz assistierte er dem Armeegeneral Michel Ney in den verschiedenen Angriffen. Bei Sundhoffen überraschte er eine Kompanie von Ulanen die er gefangen nahm ohne einen einzigen seiner Männer zu verlieren. Am 3. Mai 1800, in der Schlacht von Stockach befehligte er eine Brigade der großen Kavallerie und bereitete der Rheinarmee durch seine geschickten Manöver den Sieg. Lecourbe, dessen Reserve er befehligte, bekundete, dass ein Teil des Schlachterfolges auf den klugen Maßnahmen und der Furchtlosigkeit Nansoutys beruhe. Am 5. Mai, in der Schlacht von Meßkirch, an der Spitze seiner Kavallerie, brach er mehrmals mit seinen brillanten und wiederholten Ausfällen durch die feindlichen Reihen. Als General Lecourbe den Marschbefehl bekam um eine der Donau-Brücken zwischen Dillingen und Donauwörth zu erobern, hielt Nansouty der französischen Armee den Rücken gegen den Prinzen von Reuß frei. Dieser hatte seine Truppen in Tirol stationiert aber Nansouty schlug ihn bei jedem Angriff durch den Prinzen von Reuß. Am Tage des 24. Prairial wurde der General Nansouty vom Reußen-Prinzen abermals angegriffen, er schlug ihn diesmal bis nach Füssen zurück. Dieser General nimmt die ruhmreichste Rolle in allen Angelegenheiten die diesen letzten Feldzug in diesem Krieg beendet. Erlangt den Ruf einer der besten franz. Kavallerie-Generäle. An der Spitze seines Regiments schlägt er sich mit der Tüchtigkeit eines Soldaten, als Kommandant einer Brigade führt er sie mit der Umsichtigkeit, der Präzision und dem Augenmass die in den kritischen Momenten die Schlacht entscheiden. Am 12, Prairial des Jahres IX ist er dem Observationscorps der Gironde zugeteilt. Nansouty wurde am 3. Germinal des Jahres XI (1802) zum Divisionsgeneral befördert und kommandierte die 5., das Departement Seine-et-Oise, das 8. Floréal und bildete einen Teil des Feldlagers von Nimwegen. Am 19. Frimaire des Jahres XII wird er zum Mietglied der Ehrenlegion ernannt und wechselte am darauffolgenden 25. Prairial in die Armee der Ozeanküsten (armée des côtes de l'Océan) wo er das Kreuz eines Kommandanten des Ordens (commandeur de l'Ordre) erhielt. Der Divisons-General Nansouty übernahm anschließend das Kommando über die erste Kürassier-Division der großen Kavallerie der Großen Armee (Befehlshaber Murat) und führte sie auf den Felzügen des Jahres XIV (1806 und 1807) in Österreich, Preußen und Polen. An der Spitze des 1. Kürassier-Division entschied er den Kampf von Wertingen, zeichnete sich in Ulm aus und trug erheblich zum Sieg in der Schlacht von Austerlitz bei. Auch in den Schlachten bei Eylau und Friedland stellte Nansouty seinen Wert unter Beweis. Der Maréchal Lannes gab ihm den Befehl der französischen Armee entgegen zumarschieren, wobei er mit seiner Kavallerie-Division in ein furchtbares feindliches Feuer geriet. Er hielt den zahlenmässig überlegenen Feind bis sechs Uhr abends in Schach. Die Russen, getäuscht von den geschickten Manövern Nansoutys, wagten sich nicht weiter vor, und so hatte Napoleon I. genügend Zeit um mit seiner Armee anzurücken. Am 4. Nivose des Jahres XIV wird er, als Lohn für sein Verhalten während des vergangenen Feldzuges, zum Großoffizier der Ehrenlegion ernannt, und man verleiht ihm am 11. Juli 1807 das Großkreuz der Ehrenlegion sowie, im darauffolgenden Jahr, den Titel Großstallmeister des Kaisers (Grand Ecuyer de l'Empereur). In dieser Funktion begleitete er Napoleon 1808 nach Spanien. Mit Charles Victor Emmanuel Leclerc bestritt er den Feldzug in Portugal und nahm unter Mortier an der Eroberung Hannovers teil. Er begleitete Napoleon nach Erfurt wo er in die herrschaftlichen Kreise aufgenommen und am 19. März 1808 zum Reichsgrafen ernannt wurde. Im Jahr 1809 übernahm Nansouty das Kommando über die 1. Kürassierdivision der 1. Reservedivision (Befehlshaber Bessières) der Großen Kavallerie der Grande Armee in Deutschland, und bestätigte seinen Ruf indem er den französischen Truppen bei Aspern und Wagram durch seine brillanten Manöver zum Sieg verhalf. Der Kaiser zeigte sich mit 10.000 Francs auf dem Gut von Zeven in der Nähe von Hannover erkenntlich. Nansouty nahm sein Amt als Großstallmeister des Kaisers an Napoleons Seite wieder auf und verbrachte viel Zeit des Jahres 1811 mit der Inspektion der Kavallerie bevor er am 25. Dezember 1811 in das Observationscorps an der Elbe eintrat. Im April 1812 befehligte er das 1. Reservecorps der Kavallerie der Grande Armee in Russland und zeichnete sich in der Schlacht von Moskau (Borodino) aus in der ihn eine Kugel ins Knie traf. Am 16 Januar 1813 wird er zum Generaloberst der Dragoner ernannt. Nansouty nimmt ruhmreich an den Kämpfen in Dresden, Wachau, Leipzig und Hanau als Kommandeur der Garde-Kavallerie teil, in denen er erneut sein Leben für das Vaterland riskiert. Am 29. Juli 1813 übernimmt er ganz Offiziell mit Brief und Siegel den Befehl über die Kaiserliche Garde-Kavallerie und verdient sich davor und danach ehrenhafte Einträge in den Berichten der Grande Armee in Sachsen. Im Frankreichfeldzug stellte er seinen Wert in Champaubert, in Montmirail (am 11. Februar 1814) sowie in Craonne unter Beweis, wobei er bei den letzten beiden Gefechten verwundet wurde und danach aufgrund der Verletzungen aus dem aktiven Dienst zur Genesung ausschied. 1814 schloss er sich den Bourbonen an. Am folgenden 20. April wechselt er, als Mitglied der Kommission der Generäle für die Garde in die 18. Division. Am 1. Juni wurde ihm der Orden des „Chevalier de Saint-Louis“ verliehen, am 14. Juli wurde er zum Generalinspektor der Dragoner ernannt und wurde anschließend Kapitän-Leutnant der ersten Kompanie der Musketiere. Der General Nansouty starb am 12. Februar 1815 in Paris an den Folgen seiner Verletzungen und der Ermüdung durch die Kriege. Sein Name ist auf der Ostseite des Triumphbogens eingraviert. Im 14. Pariser Arrondissement ist ein Straße neben dem Park Montsouris nach ihm benannt. |
 |
 |
|
Aus dem französischen übersetzt durch Herrn Alex Holz reingeschrieben durch T. Schunter - 18. Okt. 2008 -
|
|
|
|
|
|