FLG - Lorbeerkranz
Die Geschichte wiederholt sich stetig, jeglich die Darstellung variiert
Der schnellste Weg uns zu erreichen:
praesident@f-l-g.org
geschaeftsfuehrung@f-l-g.org
sekretaer@f-l-g.org
kassierer@f-l-g.org
beisitzer-r-m@f-l-g.org
beisitzer-c.h@f-l-g.org
1. Vorsitzender
Robert Schlenker
Geschäftsführer
Gernot
Döhne-Jochmann
Sekretär
Thomas Eschner
Kassierer
Joachim Gebhardt
Beisitzer
Roland Matejka
Beisitzer
Christoph Haarmann
Übrigens . . . . 
Ich laufe optimal, 
wenn Du mich
mit einer
Bildschirmauflösung
von
1280 x 1024
und
Internet Explorer
oder evtl. noch
Mozilla Firefox
ansiehst . . .
Hier könnte Ihr
Hinweis stehen!

Webmaster

Webmaster
Rechtliche Hinweise
Odenwald-Tauber-Ticker
vom 25.05.2010

Napoleonisches Biwak in Gottersdorf

Kanonendonner und Schlachtenlärm im Gottersdorfer Freilandmuseum: Über Pfingsten stand in Gottersdorf wieder das napoleonische Biwak auf dem Programm. Napoleons Truppen und seine Verbündeten und Gegenspieler aus Baden, Bayern, Sachsen oder Preußen hielten Einzug in das Odenwälder Freilandmuseum und belagerten Häuser und Höfe. Vorgeführt werden Szenen aus der Zeit, als Napoleons Truppen durch Europa zogen.

Odenwald-Tauber-Ticker
vom 25.05.2010
 
Biwak im Odenwälder Freilandmuseum:
Kanonendonner und Schlachtenlärm in Gottersdorf / Lager bot Einblick in vergangene Zeiten
 
Pulverdampf und Gefechte im Museum
Von unserem Redaktionsmitglied
Ralf Marker

Gottersdorf. Kanonendonner und Schlachtenlärm im Freilandmuseum: Über Pfingsten stand in Gottersdorf wieder das napole- onische Biwak auf dem Programm. Napoleons Truppen und seine Verbündeten und Gegenspieler aus Baden, Bayern, Sachsen oder Preußen hielten Einzug in das Odenwälder Freilandmuseum und belagerten Häuser und Höfe.

08

Das Ganze natürlich nur im musealen Rahmen und vorgeführt durch historische Militärvereine, die Ereignisse und den damaligen Alltag entsprechend den historischen Tatsachen in Szene setzen. Akribische Recherchen ermöglichten detailreiche Darstellungen der Uniformen und Kleidung jener Zeit, auch der Gerätschaften und Waffen.

Auch szenische Darstellungen mit Pferden standen dieses Jahr wieder auf dem Programm. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich auch ein Bild davon machen, wie es der dörflichen Bevölkerung damals ergangen sein mag, wenn Truppen durch das Land zogen, die sich ihr Quartier in den vorhandenen Gebäuden nahmen: In vielen der Museumshäuser waren Teile der verschie-

denen Truppen untergebracht; andere Teile wohnten in historischen Zelten. Das Biwak ist mittlerweile eine feste Größe im Veranstaltungskalender des Museums. Zum 7. Mal hatten die Truppen in diesem Jahr ihr Lager im Museum aufgeschlagen. 1500 Besucher hat das Biwak angezogen, so Museumsleiter Thomas Naumann gegenüber den FN. Und mancher hat einen weiten Weg auf sich genommen, um nach Gottersdorf zu kommen. Da genügte ein Blick auf die Nummernschilder auf dem Parkplatz. "So eine Veranstaltung zieht Besucher aus dem ganzen süddeutschen Raum an", sagte Naumann.

Gelobt worden sei von den Besuchern neben den szenischen Darstellungen, dass die Häuser "bewohnt" gewesen sind. So habe man einen noch besseren Eindruck von den Lebensverhältnissen in früheren Zeiten bekommen.

Schweißtreibende Angelegenheit

Zu beneiden waren die Akteure in ihren dicken Uniformen nicht unbedingt. Warm war es am Samstag und Sonntag - und so war das Biwak zeitweise eine schweißtreibende Angelegenheit. Es wurden sowohl kriegerische Darstellungen als auch Szenen aus dem "Zivilleben" jener Zeiten gezeigt. Bei dem "Histotainment" der besonderen Art waren verschiedene Darstellergruppen "im Einsatz". Vorgeführt werden Szenen aus der Zeit, als Napoleons Truppen durch Europa zogen, auch durch Walldürn. Dabei konnte man erahnen, was dies für die ortsansässige ländliche Bevölkerung bedeutete. Wenn Truppen durch die Region zogen, dann war bei der damaligen Militärorganisation immer auch die Bevölkerung in Dörfern und Städten betroffen, denn die Heere versorgten sich unterwegs an Ort und Stelle und nahmen sich dabei Verpflegung und Unterkunft durch Beschlagnahme beziehungsweise Einquartierung. Auch dies gehörte zur Realität der Landbevölkerung vergangener Jahrhunderte.

Einblicke in diesen harten Alltag boten die Akteure den Besuchern. Dabei ging es bunt zu, denn die Uniformen erfreuten sich damals einer großen Farbenfreude. Was nicht darüber hinweg täuschen kann, dass Krieg ein blutiges Geschäft ist. Hin und her ging es bei den Kampfszenen über das Museumsgelände, laute Kommandos waren zu hören und jede Menge Pulverdampf zu sehen und zu riechen. Geschossen wurde zeitweise - natürlich unscharf - aus allen Rohren. Bis hin zur Kanone.

 

Fränkische Nachrichten - 25. Mai 2010


[Hauptseite] [FLG] [Gruppen] [Termine 2012] [Museen  / TV] [Presse] [Galerie] [Diskussionsforen] [Kontakte & Links] [Nützliche Tipps] [Nachschlagen] [Glossar] [Impressum]
Letzte Änderung: 02.01.12 Copyright 01-12 Inhalte: FLG e. V. Copyright 01-12