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Gelobt worden sei von den Besuchern neben den szenischen Darstellungen, dass die Häuser "bewohnt" gewesen sind. So habe man einen noch besseren Eindruck von den Lebensverhältnissen in früheren Zeiten bekommen.
Schweißtreibende Angelegenheit
Zu beneiden waren die Akteure in ihren dicken Uniformen nicht unbedingt. Warm war es am Samstag und Sonntag - und so war das Biwak zeitweise eine schweißtreibende Angelegenheit. Es wurden sowohl kriegerische Darstellungen als auch Szenen aus dem "Zivilleben" jener Zeiten gezeigt. Bei dem "Histotainment" der besonderen Art waren verschiedene Darstellergruppen "im Einsatz". Vorgeführt werden Szenen aus der Zeit, als Napoleons Truppen durch Europa zogen, auch durch Walldürn. Dabei konnte man erahnen, was dies für die ortsansässige ländliche Bevölkerung bedeutete. Wenn Truppen durch die Region zogen, dann war bei der damaligen Militärorganisation immer auch die Bevölkerung in Dörfern und Städten betroffen, denn die Heere versorgten sich unterwegs an Ort und Stelle und nahmen sich dabei Verpflegung und Unterkunft durch Beschlagnahme beziehungsweise Einquartierung. Auch dies gehörte zur Realität der Landbevölkerung vergangener Jahrhunderte.
Einblicke in diesen harten Alltag boten die Akteure den Besuchern. Dabei ging es bunt zu, denn die Uniformen erfreuten sich damals einer großen Farbenfreude. Was nicht darüber hinweg täuschen kann, dass Krieg ein blutiges Geschäft ist. Hin und her ging es bei den Kampfszenen über das Museumsgelände, laute Kommandos waren zu hören und jede Menge Pulverdampf zu sehen und zu riechen. Geschossen wurde zeitweise - natürlich unscharf - aus allen Rohren. Bis hin zur Kanone.
Fränkische Nachrichten - 25. Mai 2010
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